Bochum 1970er. Anfangs hat es noch keinen Namen: Das 2500qm große Viertel am Rande der Innenstadt Bochums. Hinter ihm liegen Grünflächen, Schrebergärten, Industrie. Anfangs tummeln sich dort mehr Menschen, später nur noch wenige. Das Viertel ist bekannt für seine niedrigen Mieten. Inzwischen ist es heruntergekommen und viele Wohnungen stehen leer. Seit die Zeche Engelsburg im Jahr 1961 geschlossen hat, sind auch die Arbeiter weggezogen. Kleinere Geschäfte schließen, und aufgrund des geplanten Abrisses werden auch keine neuen Supermärkte und andere Geschäfte mehr gebaut. Nochmal ein Grund mehr, das Viertel zu verlassen. Die Bewohner*innen der Heusnerstraße, der Bahnstraße, der Brüllstraße, der Kohlenstraße, am Trottenberg und der Pestalozzistraße geben ihrem Viertel dann einen Namen, als sie anfangen müssen zusammenzuhalten: Heusnerviertel – Gegen Polizei, Stadt und Industrie.

Von Anja Bickele

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