Bochum 1984. Die ersten Räumungsfristen Anfang des Jahres werden ignoriert, die Bewohner verharren in ihren Wohnungen. Diese hatten schon den Winter 83/84 überstanden und viel investiert, um die Häuser winterfest zu machen. Dazu veranstaltet das Viertel regelmäßig Straßenfeste, zu denen auch Menschen von außerhalb erscheinen und spenden. Nicht nur die Spenden sind für die Bewohner*innen des Viertels wichtig, sie gewinnen auch an Sympathisant*innen, Zustimmung und Unterstützung. Das gibt den Bewohner*innen Kraft und Durchhaltevermögen. Sie bleiben standhaft, besetzen und demonstrieren. Doch der Abriss des ersten Hauses kann gerichtlich nur um wenige Tage hinausgezögert werden. Eine Woche vor Weihnachten erlebt das Heusnerviertel seine erste große Niederlage: Das Haus in der Heusnerstraße 9 wird teilweise abgerissen.

Von Anja Bickele

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