Heusner Projekt: Wir warten nicht auf bessere Zeiten

Aufgebrochene Türen. Zertrümmerte Schaufensterscheiben. Zwei PKW quer auf der Fahrbahn. Stadt. Gegen die Stadt. Wünsche, Träume, Phantasien. Bullen raus. Eine unbekannte Anzahl von illegalen Besetzern. Vier Bagger. Dreihundert Beamte. Sechsunddreißig Festgenommene. Acht Umzugswagen donnerten. Sich nicht steuern lassen. Sich zur Wehr setzen. Sich nicht überschaubar machen. Wir sind noch lange nicht am Ende. Wir warten nicht auf bessere Zeiten. In den Achtzigerjahren ließ die Stadt Bochum das Heusnerviertel um das heutige Kulturzentrum Thealozzi für die Errichtung der Westtangente des Bochumer Rings abreißen. Das Viertel, in dem noch Rentnerinnen und Rentner, Erwerbslose und Studentinnen und Studenten wohnten, wehrte sich – doch vergeblich. Weil zu einer Zukunft der Kunst auch immer die Utopie gehört, blickt WORTWORTWORT 2020 zurück auf ein großes kreatives Experiment der kollektiven Bochumer Stadtgeschichte. Miteinander, das heißt mit den Erinnerungen der damaligen Beteiligten und mit ihren Stimmen, entstand diese Produktion des Bochumer kainkollektivs.

Regie: kainkollektiv
Produktion: WORTWORTWORT 

Donnerstag, 12.11.2020

Was ist das Heusner Projekt?

Heusner: Wir warten nicht auf bessere Zeiten Aufgebrochene Türen. Zertrümmerte Schaufensterscheiben. 2 PKW quer auf der Fahrbahn geparkt. Bullen raus. Im Übrigen bitte ich um eine Verschiebung des Termins, da starke Kräfte meiner Einsatzhundertschaft…